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Nachhaltiges Unternehmertum im Herzen des Ruhrgebiets – ein Gespräch mit Janna Prager vom Impact Hub Ruhr

Mitten in der Essener Innenstadt befindet sich der Impact Hub Ruhr, welcher mit viel Leidenschaft die Themen Nachhaltigkeit und lebendiges Community-Engagement miteinander vereint.

Der Impact Hub Ruhr, mit Sitz im Haus der Technik, ist ein Innovationslabor, Coworking Space, Business Inkubator und bietet dazu inspirierende Events. Es spricht für sich, dass er weltweit der erste von 101 Impact Hubs ist, der eine Lizenz für eine Metropolregion erhalten hat. Im März hat sich der Impact Hub Ruhr um einen 150m² großen Veranstaltungs- und Workshopraum erweitert und startet am 16.05. eine Crowdfunding Kampagne, um die Räumlichkeiten final auszustatten. Janna Prager hat mit Ulrike Trenz und Benedikt Brester den Impact Hub Ruhr gegründet und mit Franziska Krasnici vor Kurzem das Team erweitert.

Wir haben mit ihr über die Entwicklung der Startup-Szene vor Ort und über die Bedeutung des Impact Hub Netzwerkes für die Region Ruhr gesprochen.

 

Wie würdest du die Startup-Szene im Ruhrgebiet im Vergleich zu anderen Startup-Szenen sehen?

Ich würde die Startup-Szene im Ruhrgebiet als aufstrebend bezeichnen. Hier ist die Entwicklung im Vergleich zu Berlin zwar noch ein paar Jahre zurück und die Szene im Aufbau, aber in den letzten zwei Jahren hat sich in Sachen Veranstaltungen und Unterstützung für Gründerinnen und Gründer sehr viel getan. Berlin kann sich warm anziehen, da geht noch einiges!

 

Was macht der Impact Hub Ruhr genau?

Wir sind ein Coworking-Space mit Räumen für Veranstaltungen und setzen für und mit Unternehmen Innovationsprogramme um. Außerdem bieten wir Workshops in Bereichen wie Design Thinking, Digital Leadership oder Business Model Design an. Wir erweitern unsere Räumlichkeiten gerade, um auch größeren Veranstaltungen Raum zu bieten.

Ich musste erstaunt feststellen, dass das Konzept des Coworkings in der lokalen Startup-Szene noch nicht allen geläufig ist und es am Anfang viel Aufklärungsbedarf gab. Die klaren Vorteile des Coworkings bei uns sind das flexible Arbeiten mit monatlicher Kündigungsfrist, Leute, die sich gegenseitig unterstützen und austauschen und der Zugang zu einer weltweiten Community von Experten.

 

Was bedeutet es für euch Teil des Impact Hub Netzwerkes zu sein?

Natürlich haben wir durch das globale Netzwerk viele Vorteile. Es gibt einen regen Wissensaustausch unter den weltweiten Impact Hubs und wir können u.a. bestimmte Programme  übernehmen. Zudem haben wir eine weltweite Community, die wir bespielen können von der auch unsere lokale Community profitiert. Natürlich können wir nicht alles eins zu eins kopieren und wollen vor allem den USP des Ruhrgebiets schärfen und herausstellen, auch auf internationaler Ebene.

Wir sind ein Einzelfall im ganzen globalen Netzwerk und die ersten, die einen Impact Hub für eine Metropolregion eröffnet haben. Es war natürlich schwierig dem Impact Hub Committee, das uns geprüft hat und teilweise in  Recife oder New York sitzt, zu erklären, wieso wir dies für notwendig und einzig sinnvoll halten. Alles andere wäre für uns aber rückwärts gewandt und nicht zeitgemäß gewesen. Denn wir wollen ja das Kirchturmdenken einreißen.

 

Was macht das Ruhrgebiet besonders und wo siehst du noch Nachholbedarf?

Das Ruhrgebiet hat den Vorteil, dass viele Städte, Unternehmen und Universitäten auf einem Fleck angesiedelt sind. Es ist ein zentraler Ausgangspunkt in Europa, man ist zum Beispiel in wenigen Stunden in Holland und hat ein sehr gut ausgebautes Verkehrsnetz. Man hat hier auch noch Fläche, Spielraum und erschwingliche Mieten. Im Ruhrgebiet ist man nicht der 100. in einer Reihe sondern vielleicht der erste oder zweite.

Nachholbedarf sehe ich in der Geschwindigkeit mit der Projekte und Ziele umgesetzt werden. Ich würde mir wünschen, dass Unterstützung und Förderung schneller und städteübergreifend zur Verfügung gestellt werden. Zudem plädiere ich dafür, dass dem sozialen Unternehmertum mehr Gehör geschenkt wird. Digitalisierungsthemen sind in aller Munde, da fallen soziale Themen leider schnell hinten runter.

 

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