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Wissenschaft meets Wirtschaft – ein Gespräch mit dem Startup logarithmo

Wir haben Sven, Sebastian und Robert von logarithmo getroffen, die mit ihrem Startup eine Art AppStore für Industrieunternehmen entwickelt haben. Für die Entwicklung der Anwendungen greifen sie auch auf Forschungsprojekte aus dem Universitäts-Kontext zurück und erzeugen so wertvolle Synergien zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

 

Bitte stellt euch kurz vor und erzählt, wie ihr zum Gründen gekommen seid!

Sven Christian Müller (CEO): Wir kommen im Prinzip alle aus dem Universitäts-Umfeld und haben an vielen Forschungsprojekten mit der Industrie gearbeitet. Wir haben gesehen, dass sehr viele Lösungen entwickelt werden, die es aber nicht in die Praxis schaffen. So kamen wir auf die Idee, diesen Prozess zu vereinfachen. Vor zwei Jahren haben wir dafür eine Software-Plattform entwickelt.

Sebastian Ruthe (CEO): Ich habe Angewandte Informatik studiert und in Elektrotechnik promoviert. Nach der Promotion stellte sich uns die Frage: Könnte man da nicht ansetzen und die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft verbessern? Durch die Zeit am Lehrstuhl haben wir die Erfahrungen gemacht, dass viele tolle Verfahren nach der Projektlaufzeit in irgendeiner Schublade verschwinden. Ich hatte schon immer Lust selbstständig zu sein und zu gründen. Deswegen hat mich die Idee von logarithmo begeistert.

Robert Rode (Angestellter): Ich bin bei logarithmo seit einem Jahr als Softwareentwickler tätig und baue das Unternehmen seitdem mit auf. Zurzeit sind wir 12 Mitarbeiter. Für mich ist die Arbeit in einem Startup eine sehr spannende Alternative zu einem großen Unternehmen. Hier habe ich die Möglichkeit mich durch eine steile Lernkurve schnell weiterzuentwickeln.

 

Was genau macht logarithmo?

Wir haben eine Technologie entwickelt, die es uns ermöglicht Software-Lösungen mit hoher Geschwindigkeit umzusetzen. Den Kunden interessiert natürlich nicht das breite Angebot, sondern eine spezifische Anwendung. Wir bauen für unsere Zielgruppen maßgeschneiderte Lösungen. Wir haben eine Art AppStore entwickelt, in dem wir für Industrie-Unternehmen verschiedene Anwendungen direkt bereitstellen. Die Unternehmen können ihre eigenen Daten direkt in die Anwendung einspeisen, um so zum Beispiel spezifische Prognosen und neue Erkenntnisse aus den Daten zu bekommen. Neue Entwicklungen aus den Bereichen Big Data, Machine Learning oder künstlicher Intelligenz können so einfach im täglichen Unternehmensgeschäft genutzt werden. Unter anderem kombinieren wir eigene Lösungen mit Best-Practice-Lösungen aus der Forschung. In diesem Fall entwickeln wir aus einem wissenschaftlichen Modell eine Anwendung, die einfach zu bedienen ist.

 

Mit welchen Unternehmen habt ihr schon zusammengearbeitet?

Unter anderem arbeiten wir mit thyssenkrupp, Amprion, TenneT, Gelsenwasser und verschiedenen Energieversorgern wie EWE zusammen. Wir wollen uns eng an den Bedürfnissen unserer Kunden orientieren und diese in den Vordergrund stellen. Unsere Stärke ist unser großes technisches Know-How und die Umsetzung von datengetriebenen Lösungen.

 

Wie hoch ist die Schnittmenge zwischen aktueller Forschung und Marktnachfrage?

Das kommt stark auf den Forschungsbereich an. Wir kommen aus einem Ingenieurbereich mit starkem Praxisbezug. Ich würde sagen, dass sich hier ca.- 10% der Universitätsprojekte mit den Wünschen unserer Kunden decken. Unser Ziel ist es, sich noch breiter mit Universitäten und natürlich auch mit Industriepartnern und der Startup-Szene zu vernetzen, um noch mehr neue Entwicklungen mit unseren Software-Technologien marktreif zu machen und zum Durchbruch in der Praxis zu verhelfen.

 

Wieso habt ihr das Ruhrgebiet als Standort gewählt?

Wir sind eine Ausgründung der TU Dortmund und unsere Kontakte sind hier am stärksten aufgestellt. Tatsächlich haben wir auch mit dem Gedanken gespielt nach München oder Stuttgart zu gehen, aber uns entschieden hier zu bleiben. Letztendlich hat die hohe Dichte an mittelständischen Unternehmen und somit die Nähe zu unseren potentiellen Kunden überzeugt. Es ist praktisch und man hat schnell einen persönlichen Draht zueinander.

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